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Steuern / Einkommensteuer 
Mittwoch, 01.07.2020

Kein Übergang von Verlusten aus der Vermietung eines Hauses in der Schweiz auf Erben

Der Bundesfinanzhof entschied, dass verbliebene negative Einkünfte des Erblassers aus der Vermietung eines Hauses in der Schweiz (§ 2a Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 Buchst. a, Satz 5 EStG) nicht im Wege der Erbfolge auf den Erben übergehen (Az. I R 23/17).

Der Vater des Klägers erzielte bis zu seinem Tod (2012) Einkünfte aus der Vermietung eines Hauses in der Schweiz. Weil der Vater bis 2005 hohe Renovierungsaufwendungen tätigte, welche er durch Darlehen fremdfinanzierte, verblieben für ihn zum 31.12.2011 gesondert festgestellte negative Einkünfte. Der Kläger trat als Gesamtrechtsnachfolger in die noch nicht getilgten Darlehen ein. Er erzielte in den Jahren 2012 bis 2014 eigene positive Einkünfte aus der Vermietung des Hauses in der Schweiz, die das beklagte Finanzamt der Besteuerung zu Grunde legte. Das Finanzamt führte einen Ausgleich der verbliebenen negativen Einkünfte des Vaters mit den positiven Einkünften des Klägers nicht durch. Der Kläger beantragte den Erlass von Bescheiden über die Feststellung verbleibender negativer Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung aus der Schweiz, aber das Finanzamt lehnte dies ab. Der BFH wies die Klage ab.

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